Schon wieder ist so viel Zeit verstrichen, seit dem meine Finger, einer Kobra gleich, über die Tastatur eilten, um einen Eintrag zu verfassen. Sogar so lange, dass ich erst nachschauen musste, welche Zahl dieser Eintrag hier zugeordnet werden muss.
Zeitmangel habe ich gerade eigentlich nicht, dennoch fällt es mir gerade unglaublich schwer, mich für einen Eintrag zu motivieren. Woran dies liegt, kann ich gar nicht sagen, ich habe auch noch nihct darüber nachgedacht.
Dabei wollte ich doch über Humor schreiben. Was findet man lustig und warum. Und überhaupt. Ein interessantes Gespräch hatte ich vor kurzem nämlich. Kommt noch. Vielleicht.
Heute geht es um Widmann. Götz Widmann. Und um früher. Und heute. Alles ist miteinander verwoben, so schreibt es jedenfalls Wolfgang Thon. Den muss man nicht kennen, er übersetzt Fantasyromane, zum Beispiel die von Dennis McKiernan, in die deutsche Sprache. Keine Angst, auch den muss man nicht kennen. Also eigentlich schreibt McKiernan, dass alles miteinander verwoben ist, nur eben auf Englisch. Da ich aber nicht weiß, wie er das ausgedrückt hat, noch mir vorstellen kann, wie man es ausdrücken könnte (so, dass es gut klingt), muss der Thon herhalten. Quasi wie: Der Thon macht die Musik. In dem Fall eher: Der Thon macht die Übersetzung. Naja.
Zurück zum Götz. Er spielte hier in Marburg (im KFZ, netter Laden, nette Leute, faire Preise). Dabei muss ich darauf hinweisen, dass ein Life-Time-Achievement unlocked wurde: Neben Götz beim Pinkeln stehen. Also jetzt nicht meins. Aber bestimmt das von irgendwem. Und dabei haben wir uns kurz unterhalten. Ich erwähnte, dass ich ihn seit etwa 2002 nicht mehr life gesehen habe. Er sprach davon, dass die alte Kneipe in Berlin "Tacheles" mittlerweile zu klein geworden ist. Also für ihn. Zum aufteten. rein kommt er noch, so viel hat er nicht zugenommen. Er spielt mittlerweile im "SO 36". Läuft also doch ganz gut. Für ihn. Scheint so. Und dann sprachen wir noch über Zeit früher, wie das so war. Schön wars.
Seine Texte haben sich etwas gewandelt,Götz ist erwachsener geworden. Keine Angst, das wird kein CD-Review. Aber es ist eben alles miteinander verwoben. Früher gings es um Eduard oder Zöllner (auf der A4), heute fließen eben auch noch Erfahrungen von und mit seiner Tochter in die Texte ein. Dennoch ist Götz Widmann immer klar als eben dieser auf der Scheibe (wie die Fachleute es manchmal noch nennen, heutzutage ja eher Bits und Bytes) zu erkennen. Die großen Hits von früher, gerne auch von Joint Venture, kommen immer noch am besten. Is klar.
Es muss so irgendwo zwischen dem 3. und 4. Weizen geesen sein, da wurde ich etwas melanchonisch. So positive-depressive-stimmungsvolle Melancholie. Ich vermisse die Sommer von damals. Doch auch das Heute würde ich vermissen, würde ich wieder so leben wie früher. Es ist nicht mehr zu verbergen, man wird erwachsen. Und träumt ein wenig von der vergangenen Jugend, die doch erst 6 Jahre her ist (ließ: DER Jugend, nicht der Jugend).
Alles ist miteinander verwoben, und doch benötigt man manchmal Geister aus der Vergangenheit, um gewisse Zusammenhänge zu sehen. Und wenn ich 2016 wieder einmal zurückblicke, dann wird mir der Lebensabschnitt, welcher nun allmählich zu verblassen beginnt, wahrscheinlich in einem ähnlich warmen Licht erscheinen, wie jetzt der Summer of 02.